Selbstsabotage

Der Holzschuh in deinem Kopf

Kennst du das auch?

Diese Tage, an denen einfach nichts laufen will, nichts vorangeht, du hasst diesen Augenblick, wenn dich das Gefühl beschleicht, genau am gleichen Fleck zu stehen, wie vor einem Monat! War jetzt alles umsonst? Du wirst müde, wenn es gerade Zeit wäre, etwas zu tun? Du bist plötzlich geschäftig und verzettelst dich total? Du verspürst erst mal Hunger und Durst, der unbedingt gestillt werden muss? Du fühlst dich nicht gut genug? Mit aller Kraft versuchst du die Dinge zu verändern, doch irgendwie landest du immer wieder an der gleichen Position. Es bewegt sich nicht wirklich vorwärts, vielleicht seitwärts und manchmal sogar rückwärts.

Holzschuh

Dann ist hier dein Holzschuh am Werk!

Ich kann deinen verstörten Blick sehen und deine Gedanken lesen was der Holzschuh mit den oben genannten Verhaltensweisen zu tun hat.
Zugrunde liegt das frz. Wort Sabot für Holzschuh und mit Holzschuhen vollzog sich auch der erste Sabotageakt: Französische Landarbeiter warfen zur Zeit der beginnenden Mechanisierung der Landwirtschaft ihre Holzschuhe in die Feldmaschinen, durch die sie ihre Arbeitsplätze gefährdet sahen. Die Geräte wurden dadurch unbrauchbar. Sabot bekam in der Folge auch die Bedeutung „Hemmschuh oder Bremsklotz“.
Daraus entstand das Wort Sabotage. Es steht für „absichtliches Verpfuschen“ die Störung eines wirtschaftlichen oder militärischen Ablaufs zur Erreichung eines bestimmten Zieles.

Jede Frau erlebt ihre Situation anders. Doch einiges haben alle gemeinsam: Du wirst ausgebremst, zurückgehalten, ins Aus gestellt. Es wird verhindert, dass du dich besser fühlst, voran kommst, einen erfüllenden Job hast und eine glückliche Beziehung lebst, die endlich Spaß macht und bereichernd ist. Gesundheitlich und finanziell wäre eigentlich auch mehr drin, wenn es dir gelingt, den einen Widerstand zu überwinden, tauchen garantiert 2 neue auf, die dich zum Stoppen, wenn nicht gar zum Umkehren oder Aufgeben zwingen.

Was ist Selbstsabotage?

Selbstsabotage ist, wenn wir sagen, dass wir etwas wollen und dann sicherstellen, dass es nicht passiert.

Die Möglichkeiten, es sich selbst schlecht gehen zu lassen, indem man das gewünschte Ziel vermasselt, sind zahlreich und werden oberflächlich sichtbar wie die Spitze eines Eisberges.

Durch den Körper

  • Übergewicht oder Untergewicht
  • Vermeidbare oder chronische Krankheiten

Im Beruf

  • Unter seinen Möglichkeiten bleiben
  • Ausgenutzt zu werden

In finanziellen Dingen

  • Schulden riskieren
  • Zu viele impulsive Ausgaben

In Beziehungen

  • In einer schlechten Partnerschaft bleiben
  • Respektloses oder gewaltsames Verhalten ertragen

Im Alltag

  • Konsequenzen des eigenen Handelns nicht bedenken
  • Sich als Opfer fühlen

Selbstsabotage bedeutet, dass wir innerlich nicht zu 100 % davon überzeugt sind, über die Fähigkeiten, Fertigkeiten und die Mittel zu verfügen, um unser Ziel auch wirklich erreichen zu können. Hinzukommen meist noch die Gedanken es überhaupt nicht verdient zu haben das Leben zu führen, was wir uns eigentlich wünschen.

Selbstsabotage erkennen

Um gegen Selbstsabotage angehen zu können, musst du sie erst einmal erkennen bzw. bemerken und dir bewusst zu werden, dass du dir selber im Weg stehst. Oft vermuten wir ja, dass es äußere Umstände sind, die uns daran hindern unsere Ziele zu erreichen.
Tatsächlich liegen die Gründe dafür aber meistens in uns selbst. Gut versteckt in deinem Unterbewusstsein in Form von:

  • Selbstzweifel
  • Aufschieberitis
  • Perfektionismus
  • Schuldzuweisung
  • Ängste
  • Glaubenssätze
  • Wertekonflikte
  • Falscher Fokus

Nicht sichtbar für den Verstand und dein Bewusstsein, eine perfekte Tarnung. So perfekt, dass du dich über Jahre hinweg – vielleicht sogar ein Leben lang – dir selbst im Weg stehst, ohne dahinter zu kommen warum.

Oft erhalten wir schon als Kind diese Programmierung, die uns genau erklärt, was wir tun müssen, um einen Funken Zuwendung, Aufmerksamkeit oder Liebe von unseren Eltern zu erhaschen. Das alles geschieht unbewusst und es geht hier auch nicht um Bewertung oder schuldig sprechen, nur um sich-selbst-bewusst-werden.
Diese Programmierung ist unsere Überlebensstrategie, die übrigens jeder von uns hat. Das sind Überzeugungen, Blockaden, Muster, Glaubenssätze – über dich selbst, über andere, über dein Leben. Unbewusst suchst du immer wieder nach Bestätigung, dass diese Überlebensstrategie für dich wahr ist. Es ist, wie eine starke Macht, die dich in eine andere Richtung zieht, wenn du eine Veränderung anstrebst.
Weil du vielleicht gelernt haben, wenn du brav bist, wirst du gesehen, bekommst Aufmerksamkeit, Zuwendung. Übrigens funktioniert das auch anders herum, über Rebellion, Auffallen um jeden Preis. Die Gefühlsqualität, die du dafür bekommst, ist die gleiche. Wusstest du, dass Liebe und Hass energetisch betrachtet die gleiche Gefühlsqualität beinhalten? Ja, das hört sich jetzt etwas krass an, letztendlich ist es egal, ob du gestreichelt oder geschlagen wirst, du erhältst energetisch betrachtet die gleiche Qualität an Gefühl. Unser Gehirn kann zwischen Liebe und Hass nicht unterscheiden, es entsteht an ein und derselben Stelle, haben Forscher am University College in London entdeckt.
Der bekannte Familientherapeut Bert Hellinger hat diese seelische Grunddynamik „Lieber ich als du!“ benannt.
Es ist besser, wenn es mir schlechter geht als dir.

Überwinde deine Selbstsabotage

Deine Gefühle, nämlich die negativen, verraten dir ganz genau, wann du in eine Sabotage zurückfällst. Wie unsere Gedanken dafür eine Rolle spielen habe ich in dem Blog, Tanz der Gedanken, beschrieben.

Wenn ein solches Gefühl um die Ecke kommt, stoppe es und schaue dich um. Was tust du gerade, um mal wieder den Beweis anzutreten, dass deine Sabotage recht hat? Und wo verhinderst du gerade wieder einmal dein eigenes Vorankommen? Erst wenn dir das bewusst ist, hast du wirklich die Chance, den Blick hinzuwenden zur Lösung, zu dem, was du wirklich in deinem Leben willst.
Schritte auf dem Weg dahin können sein:

  • Kleine achtsame Schritte
  • Stelle dich deinen Ängsten
  • Steige aus dem Gedankenkarussell aus
  • Erhöhe dein Selbstbewusstsein
  • Stärke dein Selbstvertrauen
  • Identifiziere deine Glaubenssätze
  • Entdecke deine Werte
  • Gehe in die Adlerperspektive

Und bitte, halte durch, die Selbstsabotage hat gefühlt 100.000 Ideen, wie sie dich wieder auf dein altes Sofa zerren kann. Verändere, probiere aus, ringe um die richtigen Worte und Lösungen, solange, bis du mit gutem Gefühlt „Ja!“ zu dem Neuen sagen kannst. Es ist möglich die Selbstsabotage Programme zu entschlüsseln und umzuschreiben.

Entwickle dein neues ICH bin

Um dein neues Verhalten zu stabilisieren, erlaube dir in deine Selbstermächtigung zu gehen. Beispielsweise von „Ich bin nie genug!“ auf „Ich bin genug!“. Fühle und spüre es. Du darfst dich gut fühlen und von den Dingen, Situationen und Menschen trennen, die hinderlich, begrenzend und blockierend sind.
Wie siehst du dann aus? Was isst du? Welche Kleidung trägst du? Wie ist deine Körperhaltung? Wo bist du, in welchem Raum, Ort? Mit welchen Menschen umgibst du dich? …
Lasse die neue “Dein Name“ so real wie möglich vor deinem inneren Auge erwachen und fange an, wie sie zu sein, sich wie sie zu fühlen, zu bewegen. SO wirst du nachhaltig dein Leben beeinflussen und deine Energie wieder frei zum Fließen bringen. Fange noch heute damit an es macht Spaß, sei kreativ und schöpferisch.

WARUM? Weil dein Leben wertvoll ist und jeder Tag zählt!

 

 

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